Mittwoch, 6. Februar 2008
Vergleich von Kommunismus/Sozialismus – Kapitalismus auf Basis von Vorwürfen an Kommunismus & Sozialismus
Vergleich von Kommunismus/Sozialismus – Kapitalismus auf Basis von Vorwürfen an Kommunismus & Sozialismus
Von E. Goldstein

Ein kleines Vorwort: Ich möchte absolut klar machen das der folgende Text die schrecklichen Taten die im Namen des Kommunismus und des Sozialismus begangen wurden auf keinen Fall verherrlichen soll. Er soll dazu dienen Kritikern des Kommunismus/Sozialismus die sich der folgenden immer gleichen Argumente bedienen klar machen zu können, dass diese die Beurteilung von „gut oder schlecht“ nicht beeinflussen können. Da der Kapitalismus diese Taten genauso noch immer begeht und noch weniger daraus gelernt hat als einige Kommunisten. Das einzige was er gelernt hat, ist die Menschen zu verdummen und zu seinen Propagandarobotern zu machen, und seine grausigen Taten meisten erfolgreich zu vertuschen und zu leugnen. Ich meine nicht das meine Meinung die einzig richtige ist, und es kann auch gut sein, dass andere mehr Fakten kennen. Ich halte es aber für wichtig seine Gedanken zu schreiben, und mal ein Feedback von Personen zu kriegen, die man nicht kennt.
E. Goldstein

„Stalin ließ seine eigenen Leute verhungern.“

Es stimmt das Stalin seine „eigenen Leute“ verhungern ließ, und teilweise umbrachte. Allerdings starben damals die Arbeiter die in dem Land lebten und für das Land arbeiteten. Der Kapitalismus lässt heute einen Großteil der Ware in anderen Billig-Lohn-Ländern herstellen. Die Lebenserwartung der Menschen dort ist durch die schlechten Arbeitsbedingungen und den extrem schlechten Lohn sehr gering, und ein Leben teilweise nicht lebenswert. Sie arbeiten für kapitalistische Länder, mehr möchte man aber nicht mit ihnen zutun haben, und bezieht die Lage der Menschen dort nicht wirklich auf sich.

„Stalin brachte kritische Menschen um.“

Auch dies ist vorgekommen. Allerdings lässt es nicht auf sonderlich hohe Intelligenz schließen, wenn man meint dass dies heute nicht mehr vorkommt. Die Augen lassen sich heute leicht verschließen vor Morden an kritischen z.B. Journalisten da sie scheinbar immer nur in anderen Ländern vorkommen. Und wenn es im eigenen Land vorkommt, weiß man selber natürlich am besten über die Umstände des Todes Bescheid. Bei einem anderen Mord würde man niemals den Leuten glauben die angeklagt sind; klar dass sie sich für unschuldig erklären. Wenn aber den Staatsorganen Mord vorgeworfen wird, glaubt man ihnen sie sind ja schließlich „Freund und Helfer“. Zu Unruhen kommt es immer nur in den anderen Ländern. Das diese fast immer in kapitalistischen Ländern vorkommen scheint keinem aufzufallen. Es wird nun evtl. gesagt: „natürlich…kommunistische Länder lassen es nicht soweit kommen“ Doch dies ist nicht ganz richtig. Auch in sozialistischen Ländern gibt es Proteste. Doch sie eskalieren nicht, da die gegen das System Protestierenden eine Minderheit sind. Vielleicht einige Kapitalisten die sich ungerecht behandelt fühlen. Oder auch Menschen die auf einen kleinen Skandal hinweisen wie er in jedem Land zwangsläufig vorkommt. Die Mehrheit in kapitalistischen Ländern ist aber nur selten die „Reichen“ und „Wohlhabenden“. Und natürlich, wenn nun die Minderheit gegen das System protestiert das sie ausbeutet und betrügt, sind es natürlich viel mehr Menschen. Aber die Länder in denen es zu Protesten kommt sind oft „Billig-Lohn-Länder“ und die interessieren natürlich viele Menschen nicht. Die reichen Länder schalten sich ein wenig ein und plädieren für Ruhe und Frieden. Das die Leute auf der Straße die Stützen für ihren Wohlstand sind, übersehen sie.

„Der Kommunismus ist immer ein totalitärer Staat.“ / „Im Kommunismus gibt es keine Freiheit.“

Dieses Argument lässt darauf schließen dass die Person die es hervorbringt, sich nie mit dem Kommunismus beschäftigt hat.
Es gab nie einen kommunistischen Staat. Deshalb kann er auch nicht totalitär sein. Gehen wir also von folgendem Argument aus:

„Der Sozialismus ist immer ein totalitärer Staat.“ / „Im Sozialismus gibt es keine Freiheit.“

Dies ist ein Argument was bei den bisherigen sozialistischen Staaten wohl immer zugetroffen hat, und dessen Wahrheit sehr zu bedauern ist. Aber wir wollen ja Kapitalismus und Sozialismus vergleichen. Das oben genannte Argument ist ein sehr gutes Argument was zu einer sinnvollen Diskussion anregt. Was danach dann aber für Definitionen von Freiheit und Überwachung folgen ist manchmal unglaublich, und lässt einen wieder an dem Sinn dieser Diskussion zweifeln. Da wird als Freiheit definiert dass man so viele unterschiedliche Sachen kaufen kann. Natürlich ist dies auch Freiheit. Ich habe aber lieber die gleichen Sachen an wie der neben mir, wenn ich weiß dass diese Millionen Dinge unter fairen Bedingungen hergestellt wurden.
Das nächste Argument ist dann wieder dass die Leute nicht aus der Deutschen Demokratischen Republik in kapitalistische Länder durften. Die ist für mich eine sehr starke Einschränkung der Freiheit, und zu verurteilen. Aber im Vergleich mit dem Kapitalismus kommt dieser m.M.n. auch nicht besser weg. Auch hier benutze ich wieder den Vergleich von Punkt 1. Die Arbeiter die für einen Hungerlohn in anderen Ländern arbeiten dürfen nicht in Weltmächte einreisen. Und kommen genauso wie in der DDR in Situationen wo Familien auseinander gerissen werden. Menschen müssen innerhalb von wenigen Stunden ihre Koffer packen und abreisen, während ihre Familie nicht ausgewiesen wird.
Sozialistischen Ländern wird vorgeworfen totalitär zu sein. Das der Kapitalismus im Grunde alles in den kapitalistischen Ländern und in denen die er ausbeutet bestimmt, und dabei auch für einen Großteil des Schlechten in den Ländern verantwortlich ist wird wieder einmal übersehen. Wir dürfen kaufen was wir wollen, und die Masse unterstütz es auch noch. Es ist vielen Menschen völlig egal, dass sie vom Kapitalismus abhängig sind, obwohl sie eigentlich wissen dass es Alternativen gibt. Das dies nicht auf die Qualität des Systems zurück zuführen ist sollte eigentlich klar sein wenn man sich dieses genauer betrachtet, und nicht nur die eigene evtl. schöne Seite sieht.

„Der Kommunismus brachte 120 Millionen Menschen um.“

Über den Wahrheitsgehalt dieser Zahl möchte ich nun nicht schreiben, nehmen wir einfach mal an sie ist wahr. Warum mussten diese Menschen sterben. Zuerst einmal sicherlich weil sie kritisch berichteten (s.o.). Was oft vergessen wird ist z.B. der 2. Weltkrieg. Dieser Krieg war unausweichlich und gut. Dann sollte man noch bedenken dass die Lebensbedingungen in Russland nicht die besten sind. Trotzdem wurden fast alle der Opfer absolut grundlos getötet. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass alle Menschen in kapitalistischen Ländern Armeen oder der Polizei getötet werden oder wurden oder Aufgrund von Ausbeutung sterben oder starben, im Kapitalismus sterben/starben. Diese Zahl übersteigt die von 120 Millionen um weites und wird mehrere Milliarden betragen. Dieses Argument sollte von Kommunismus/Sozialismus Gegner nicht hervorgebracht werden. Der Kapitalismus tötet/e Milliarden.

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